Die Geschichte Suakins

Suakin ist eine alte Hafenstadt, am Roten Meer gelegen, von der Lage in der Lagune her mit Venedig vergleichbar, die ihre Blütezeit im 15. und 16. Jahrhundert hatte. Sie war damals die bedeutenste afrikanische Hafenstadt am Roten Meer und konnte sich mit Lissabon messen. Im 17. Jahrhundert brachte die Entwicklung des Seewegs um Afrika einen ersten Einbruch für die Bedeutung der Stadt. Eine neue Blüte erlebte die Stadt durch die Ausdehnung des Einflusses Ägyptens am oberen Nil im 19. Jahrhundert, vor allem durch die Eröffnung des Suez – Kanals 1869. 1885 erhielt Suakin eine Eisenbahnverbindung.

Von zunehmender Bedeutung wurde auch der Pilgertourismus von Suakin zum gegenüberliegenden Jedda und weiter nach Mekka. Wegen der Korallenriffe war der Hafen nicht zu erweitern und deshalb für die zu Beginn des Jahrhunderts aufkommenden grossen Dampfschiffe ungeeignet. Deshalb wurde von 1905 bis 1909 der neue Hafen Portsudan, etwa 40 km nördlich gelegen, ausgebaut. Nach dem ersten Weltkrieg brach die Bedeutung Suakins schnell zusammen und bereits 1930 war die Insel verlassen.

Heute wohnen in der alten Stadt nur noch einige wenige Familien und auf dem Festland, dem Geif, ca. 20000 Einwohner. Suakin liegt im tropischen Trockensavannengebiet, umgeben von einigen wenigen Nomaden die Viehzucht betreiben. Etwa 20 km landeinwärts geht die Ebene in ein bis 1000 Meter aufsteigendes Hügelland über welches die nubische Wüste begrenzt.

1973 und 1993 hat die UNESCO Bestandsaufnahmen mit dem Ziel der Erhaltung Suakins durchgeführt.

Die arabischen Altstädte stellen ein einzigartiges kulturelles Erbe dar. Diese sind allerdings durch zahlreiche Einflüsse bedroht, unter anderem durch den Wertewandel und dem damit verbundenen Einzug moderner Lebensformen.



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